Papst: Im Schweigen Gottes nicht verzagen

Benedikt XVI. setzt bei Generalaudienz vor 8.000 Gläubigen seine Predigtreihe über die Psalmen fort

 

Vatikanstadt, 14.09.2011 (KAP) Papst Benedikt XVI. hat die Gläubigen dazu aufgerufen, bei Leid und scheinbarer Abwesenheit Gottes nicht zu verzagen. Leid und Tod seien nicht das Ende, Gott verlasse den Menschen nicht, sagte der Papst am Mittwoch 14.9.11 bei der Generalaudienz, zu der im Helikopter aus Castel Gandolfo geflogen war, in der vatikanischen Audienzhalle vor rund 8.000 Gläubigen. Es sei wichtig, "dass wir nicht aufhören, im Gebet bei ihm anzuklopfen, zu ihm hin zu schreien, wie der Herr es getan hat".

Benedikt XVI. verwies auf den Ausruf Jesu am Kreuz "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" aus Psalm 22. Darin sei auch die im Psalm hervorgehobene Gewissheit auf Erhörung, Auferstehung und Bekehrung der Heiden enthalten.

In der "bedrängenden Wirklichkeit der Gegenwart" erinnere sich der Gläubige auch an die Hilfe Gottes in der Vergangenheit, betonte der Papst, der damit seine Predigtreihe über die Psalmen fortsetzte. Der Psalmist wisse, dass Gottes Gegenwart da sei und sich auf eine Weise, die er selber noch nicht sehen könne, zeigen werde.

Der Tod und die Auferstehung von Jesus Christus zeige den "schwer fassbaren und doch wesentlichen Zusammenhang von Leid, Abwesenheit Gottes und neuer Herrlichkeit des Herrn". Deshalb sollten Gläubige darum bitten, dass Gott sich hörbar macht und sie seine Güte erkennen können.

Besondere Grüße richtete Benedikt XVI. an eine große Pilgergruppe aus Polen. Weiters waren die Leitungsverantwortlichen der Charismatischen Erneuerung aus zahlreichen Ländern gekommen und wurden vom Papst begrüßt.

Heilsoffenbarung

 

Wer das helfende Wort in sich aufruft, erfährt das Wort.

Wer Halt gewährt, verstärkt sich in Halt.

Wer Trost spendet, vertieft sich in Trost.

Wer Heil wirkt, dem offenbart sich das Heil.

 

Martin Buber