Credo – ein Glaube der alle verbindet

David Steindl-Rast

 

David Steindl – Rast:
Credo – ein Glaube der alle verbindet
Mit einem Vorwort des Dalai Lama
Verlag Herder
ISBN 978-3-451-30356-2
€[D] 18,95

 

Haben oder hatten sie auch Zeiten, in denen sie einzelne Sätze des Glaubensbekenntnisses (Credo) nicht mitbeten können oder konnten? Weil ihnen manches in der Kirche absolut nicht „katholisch = allumfassend“ erschien oder z.B. die „Jungfrauengeburt“ dem wissenden Geist des 21. Jahrhunderts widerspricht?

 
Das Credo, die älteste gültige Zusammenfassung des christlichen Glaubens, wurde vielfach ausgelegt und interpretiert.

David Steindl – Rast unternimmt einen neuen Versuch, auf dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Tatsache, dass Menschen aller Zeiten und Kulturen ihren mystischen Erfahrungen einen Ausdruck in poetischen Bildern gegeben haben.
Glaube ist Erfahrungssache, sonst verdient er diesen Namen nicht. So sind für Br. David die christlichen Glaubensaussagen ein möglicher Ausdruck religiösen Erlebens in deren Mitte die einzige Quelle steht, die als absolut gelten darf: die mystische Erfahrung, zu der jeder Mensch Zugang hat.
Die Glaubenssätze sind nicht fertig verpackt vom Himmel gefallen sondern drücken das religiöse Erleben jener aus, die es zuerst formuliert haben. Ausgehend von unserer inneren Offenbarung sollten die von der Tradition überlieferten Sätze für uns nachvollziehbar sein.

Für uns, die wir vielleicht im Credo mit Überzeugung den Ausdruck unseres Glaubens finden. Aber auch für jene spirituell Suchenden, die das Christsein nie von innen her kannten und fragen: Gibt es wirklich etwas am christlichen Glauben, was für jedes Menschenherz Bedeutung hat?
So widmet sich Steindl – Rast jedem einzelnen Satz vom „ich glaube“ bis zum „Amen“ auf 4 Ebenen:
Er geht den Fragen nach: Was heißt das – woher wissen wir das und warum ist das wichtig und er fügt persönliche Erwägungen an, die zu eigenen Betrachtungen anregen sollen.

So könnte das Beten des Credo wieder tiefen Herzensfrieden, ein Gefühl der Dazugehörigkeit und eine feste Verankerung im ewigen Jetzt des gegebenen Augenblicks schenken. Früchte, die nicht nur Menschen in der Vergangenheit ernteten sondern auch heute noch reifen und taufrisch zur Verfügung stehen.

  

Martin Auer, Lengau

18.1.2011

Heilsoffenbarung

 

Wer das helfende Wort in sich aufruft, erfährt das Wort.

Wer Halt gewährt, verstärkt sich in Halt.

Wer Trost spendet, vertieft sich in Trost.

Wer Heil wirkt, dem offenbart sich das Heil.

 

Martin Buber