Die ersten CURSILLOS in DURBAN (Südafrika)

Ein Bericht von Francis Napoli aus Gibraltar.

 

Ein Team aus Gibraltar und aus Irland konnte heuer im Juni die ersten Cursillos auf afrikanischem Boden, in Durban, Südafrika halten. Zwei Jahre der Vorbereitung waren notwendig, die Mitarbeiter mussten einiges an Entbehrungen und Mühen auf sich nehmen, doch dann übertraf die Wirklichkeit alle Erwartungen - so voll Freude und Begeisterung wurde der Cursillo aufgenommen.

 

 

Es gab etwa zwei Jahre lang Korrespondenz mit dem Kontaktmann in Durban, Rob Paul, der den Cursillo in Südafrika einführen wollte. Dann bekam Francis Napoli die Gelegenheit, im November 2008 Durban zu besuchen, um sich an Ort und Stelle ein Bild über die Möglichkeiten für den Cursillo zu machen.

Während seines Besuchs konnte Francis mehrere Zentren besichtigen, wo man den Cursillo halten könnte. Er lernte eine Gruppe von möglichen Mitarbeitern für die Bewegung in Südafrika kennen. Er brachte Referenzen des Bischofs von Gibraltar für den Kardinal und den Weihbischof von Durban mit.
Zwar konnte das Treffen mit den Bischöfen nicht stattfinden, weil diese zu viele Termine hatten, doch der Kardinal gab für das Projekt grünes Licht...

Nach entsprechenden Vorbereitungen vor Ort fanden die ersten beiden Cursillos dann vom 18. bis 21. Juni und vom 25. bis 28. Juni 2009 statt.
Es nahmen insgesamt 33 Personen, Männer und Frauen, teil, die auch bereit waren, künftige Mitarbeiter zu werden.

Das Team bestand aus vier Leuten aus Gibraltar und vier aus Irland, einschließlich des geistlichen Leiters. Die Vorbereitungen des Teams liefen über drei Monate.
Da in Gibraltar alle Cursillos auf Spanisch gehalten werden, mussten alle Gespräche und die schriftlichen Unterlagen vorher ins Englische übersetzt werden.

Beide Teile des Teams kamen jeweils nach einer 13stündigen Reise im Flugzeug nach Durban. Nach eine Aklimatisierung folgte die Reise ins Landesinnere zu einem Camp, das sehr passend “Living Waters” heißt.

Der erste Eindruck von den praktischen Gegebheiten im Camp war nicht überwältigend, aber nach entsprechenden Vorarbeiten wartete das Team voll Begeisterung auf die Ankunft der Teilnehmer.
Der erste Cursillo konnte beginnen, und es war eine großartige Erfahrung!
Alle kamen mit Hunger nach dem Erlebnis, und sie waren wie Schwämme, die jeden Augenblick des Cursillo in sich aufsaugten. Manche von ihnen hatten eine Anreise von 8 Stunden aus Johannesburg, einige sogar noch weiter, aus Kapstadt.
Francis: “Die Stimmung war vom ersten Augenblick an toll, und das konnte man an den Zusammenfassungen und Zeichnungen an der Wand erkennen, die alle wunderbar waren. Die Freundschaft und Liebe, die wir erfuhren, war zu jeder Zeit ganz groß, und sogar die Witze des Teams waren ein toller Erfolg! Wie bei fast allen Cursillos, konnten wir sehen, wie sich die Gesichter der Anwesenden von Tag zu Tag veränderten, und wir konnten auch ihre völlige Hingabe erkennen.”
Bei diesem ersten Cursillo gab es keine Abschlußfeier,nur einen Autausch aller Teilnehmer. Zweifelsohne waren alle Zeugnisse großartig, und das war für das Team eine große Freude.

Nach einigen Tagen folgte Cursillo Nummer 2: Bei diesem war es sehr, sehr kalt, und die Kandidaten saßen während der Gespräche in Decken gehüllt im Vortragssaal, manche sogar mit Mützen und Handschuhen. Die Gäste aus Gibraltar waren “ganz erfroren”.
Auch dieser 2. Cursillo war ein voller Erfolg, und diesmal gab es eine Abschlussfeier, an der einige vom ersten Cursillo teilnahmen.
Wieder gab es großartige Zeugnisse, und am Ende einen festlichen Ausklang.
Übrigens, die Frauen vom ersten Cursillo machten eine “De Colores-Torte”, die alle am Sonntag zum Nachtisch bekamen. Sie hatten auch die Kapelle mit Blumen geschmückt, ebenso den Speisesaal mit Blumen und Luftballons, ganz heimlich, bevor die Gruppe zum Essen kam.

In den nächsten Tagen wurde noch an den Details für die zukünftige Organisation gearbeitet und der Weihbischof ließ sich als erster geistlicher Leiter der Cursillobewegung in Südafrika gewinnen.

Noch ein Erlebnis aus der Abreise, Franscis: “Wir hatten unser Gepäck eingecheckt und wollten zur Sicherheitskontrolle gehen, da kamen plötzlich alle Cursillistas und sangen “De Colores” auf Spanisch! Das war sicher einer der Höhepunkte unseres Aufenthalts in Durban, und wirklich ein Christuserlebnis. Wir bildeten eine Gruppe und sangen gemeinsam, und als wir geendet hatten, begannen alle Leute auf dem Flughafen zu applaudieren und Bravo zu rufen!”

Wie ist der Stand jetzt? Sie haben jeden zweiten Donnerstag in Durban Ultreya, und sie planen ihren ersten Cursillo mit ihrem Team für 28. Februar 2010. Auch am ersten Cursillo für Johannesburg wird schon gearbeitet. Mit Gottes Hilfe wird er sich sicher sehr schnell in ganz Südafrika ausbreiten. Auch muss gesagt werden, dass alle Gespräche jetzt in die Sprache der Zulu übersetzt werden, damit alle Leute, die nicht Englisch können, auch Zugang zum Cursillo haben. Gott möge sie immer segnen.

Anm.: Francis Napoli ist der Vorsitzende der Europ.Cursillo-Arbeitsgemeinschaft (früher GET/ jetzt GECC)

Übersetzung Cristina Gawlas, Wien.
Bearbeitung: Robert Nagl
18.9.2009

Heilsoffenbarung

 

Wer das helfende Wort in sich aufruft, erfährt das Wort.

Wer Halt gewährt, verstärkt sich in Halt.

Wer Trost spendet, vertieft sich in Trost.

Wer Heil wirkt, dem offenbart sich das Heil.

 

Martin Buber