PRESSEAUSSENDUNG zur Veranstaltung der PGR-Inititative aus Salzburg-Taxam am 20. und 21.3.2009 - Zukunft und Qualität der Seelsorge in den Gemeinden
Resümee der Veranstaltung:
Das Anliegen der Veranstalter war es, die gegenwärtige Situation der Ausdünnung der Seelsorge aufgrund des Priestermangels in den Pfarrgemeinden in ihrer Dringlichkeit darzustellen und eine Meinungsbildung der Pfarrgemeinderäte, auch über die Diözesangrenze hinaus zu ermöglichen. Der Einladung sind insgesamt ca. 330 Interessierte gefolgt.
Bei der Podiumsdiskussion im Saal der "Salzburger Nachrichten" mit Prof. Ottmar Fuchs aus Tübingen, Mag. Helmut Schüller, Probstdorf, und Mag.-a Margarita Paulus, Theologin aus Salzburg, am 20.03.09 nahmen ca. 250 Personen teil.
Am Symposium im Kolpinghaus Salzburg am 21.3.09 beteiligten sich 76 Personen aus 33 Pfarren in 5 Diözesen, der Generalvikar und der Leiter des Seelsorgeamts sowie der PGR-Referent der Erzdiözese Salzburg, der stellv. Präsident und der Generalsekretär der Katholischen Aktion und einer der Initiatoren der "Laieninintiative" Dr.Herbert Kohlmaier.
Die Veranstaltung galt an beiden Tagen den Überlegungen: „Was soll geschehen, damit die Qualität der Seelsorge erhalten bleibt und unsere Pfarren ein Ort der Freude, des Trostes und der Hoffnung bleiben“.
Zusammenfassend stellen wir fest:
1. Viele Engagierte sind um die Zukunft der Kirche besorgt, vor allem um die Qualität der Seelsorge in ihren Pfarrgemeinden und wollen einen konstruktiven Beitrag leisten.
2. Die vom Apostel Paulus aufgezeigten Kriterien sind auch heute gültig:
Kirche ohne Leitungsamt ist nicht möglich, die Verbindung von Überschaubarkeit der Gemeinde, Eucharestievorsitz und Gemeindeleitung ist unerlässlich.
3. Der derzeitige und künftig noch stärker werdende Zustand in den Pfarren kommt diesen Kriterien nicht nach: die Geistlichen leben nicht mehr dort, wo sie das Sakrament feiern, die Gemeindeleiter, die am Ort leben, sind nicht geweiht. Die Verbindung von Sakrament und Lebensvollzug wird dadurch permanent zerrissen, ein pastorales Schisma entsteht. Sichtbar wird das schon jetzt in der Krankenpastoral, in der Laien die Kranken und Sterbenden zwar begleiten, aber nicht die Krankensalbung spenden dürfen.
4. Trotzdem ist die Kirche nicht bereit, die vorhandenen Charismen von Frauen und Männern mit entsprechenden Kompetenzen auszustatten, sondern macht diese Kompetenzen von Geschlecht und Lebensform abhängig. Durch eine derartige Verweigerung steht die Glaubwürdigkeit der Kirche auf dem Spiel, weil durch das Evangelium alle Getauften zur Verkündigung berufen sind.
5. Der Umgang mit Wiederverheiratet-Geschiedenen, ihr Zugang zu Sakramenten und ihre Mitwirkung in der Kirche soll der Lehre Jesu vom versöhnenden und liebenden Gott entsprechen. Dafür sind die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.
Den Bericht über die Veranstaltungen auf der Homepage der ED Salzburg finden sie HIER:
Ergänzung der Redaktion der Cursillo-Homepage:
Eine Unterstützungserkärung für die "Laienintinative" könne Sie HIER abgeben!