Paulus – das große Vorbild

christozentrisch – begeistert – missionarisch – prophetisch - ein Leitbild für Cursillistas - TEIL 2


Vom Geist Gottes erfüllt (begeistert)


Viele Menschen spüren im Cursillo eine herzliche Begeisterung. Wenn wir uns wahrhaft begegnen, wird uns warm ums Herz und wir spüren den guten, heiligen, heilsamen Geist Gottes.

Paulus schreibt an die Gemeinde von Rom: Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist (Röm 5,5). Als Christen leben wir in dem Bewusstsein, dass uns Gottes Liebe ins Herz gesenkt ist und daraus wächst unsere Begeisterung. Wir sind – durch die Taufe – erfüllt vom Heiligen Geist.

Ein zentraler Inhalt des christlichen Glaubens und damit des Cursillo ist die Gnade. Damit ist Gottes liebende Zuwendung zu den Menschen gemeint; jeder darf sich voll Vertrauen diesem barmherzigen Gott überlassen und sein Leben daraus gestalten und leben. Jeder hat seine Gnadengaben von Gott und schenkt sich weiter an die Mitmenschen, so wie Jesus sich in Wort und Tat an die Menschen verschenkt hat. Durch ihn und durch uns wird Gottes Liebe in der Welt Wirklichkeit. Das ist Wirken des Heiligen Geistes.

Ein zweiter Aspekt der Begeisterung im Heiligen Geist ist neben der Gnade die Freude. Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, … (Gal 5,22). Im Cursillo ist diese Freude spürbar, wenn wir uns zu den Ultreyas, Abschlussfeiern und anderen Gelegenheiten treffen. Uns erfüllt die Gewissheit, dass uns Gott begleitet, stützt, führt und mit seinem Geist erfüllt. Auch wenn tragische Situationen in unser Leben treten, auch wenn es in unserer Welt schmerzhafte Erfahrungen gibt, so tröstet uns gerade der Glaube, dass ein Gott mit uns geht, der Mensch geworden ist und mitgelitten hat. Die Freude im Heiligen Geist ist keine oberflächliche Gaudi, sondern ein innerer Friede, verbunden mit einer Fröhlichkeit und Freundlichkeit nach außen.

Schließlich kommt die Begeisterung aus der Freiheit des Geistes. Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Freiheit (2 Kor 3,17). Nicht Beliebigkeit ist gemeint, sondern Unabhängigkeit in der eigenen Persönlichkeit und ein unbändiges Vertrauen in das Wirken Gottes. Und Gott will das Heil für alle Menschen. Es ist das positive Denken der Christen, dass wir nie tiefer fallen können als in Gottes Hände und immer mit Christus verbunden sind. Durch diesen Glauben erfüllt uns ein Feuer, das anzünden will, damit auch andere Menschen den Reichtum der Liebe Gottes entdecken.
(Fortsetzung folgt)

P. Maximillian Bergmayr OSB -
Geistlicher Assistent Cursillo Oberösterreich und Leitungsteam ADC
4.12.2008

Nicht aufgeben!

Ein Stück des Weges liegt hinter dir,
ein anderes Stück hast du noch vor dir.
Wenn du verweilst, dann nur, um dich zu stärken,
aber nicht, um aufzugeben.

Augustinus