...wenn man den Appetit verloren hat.
Man glaubt, kein Brot zu brauchen, wenn man den Appetit verloren hat.
Man glaubt, die Zeit zu besitzen, diese Zeit, die uns verzehrt.
Die erhabene Liebe eines anderen wird für uns bescheiden,
weil sie die große Stützte ist, auf der sich unsere Liebe erneuert.
Man glaubt, überall hinzukommen, ohne überhaupt zu gehen,
weil man ewig im Zentrum von sich selbst verweilt.
Um die Leiter hinaufzusteigen, und die Anker zu lichten,
ist es notwendig, ins Herz zu steigen, wo das Problem nistet.
Die unendliche Entfernung, die mich von mir selbst entfernt,
muss zurückgelegt werden, indem ich näher zu den anderen komme.
Was für einen Sinn hätte es, nur bis zum Ende von mir zu kommen?
Die Grenzen der Welt warten darauf, dass ich ein Verkünder der Liebe bin.
Die Zeit hat nichts zu tun mit der Ewigkeit.
Der Regenbogen - wie er sich so schön in seinen eigenen lebendigen Farben biegt -
bleibt Illusion einer guten Gelegenheit,
die nur naiven Seelen als echte Sicherheit dienen könnte.
Man schreibt die Worte nicht, weil sie einen Sinn haben,
die Worte bekommen den Sinn von denen, die sie schreiben.
Wenn man zu lange überlegt, bleibt der Schritt in der Schwebe:
Steigen vermehrt den Durst der Wünsche.
Die Liebe zur Zeit kann die Zeit der Liebe töten.
Die Zeit kann nichts bauen; die Zeit zerstört nur.
Man braucht die Ewigkeit, um ohne Retourkarte zu lieben.
Paul Beaupré,
Joliette
14.7.2008