Wie die Jünger

ein paar Gedanken, die wichtig sind für Ostern und die Zeit danach...


Offen wie die Jünger


Die Begegnung mit dem Auferstandenen ließ die Jünger nicht nur die vorher verschlossenen Türen öffnen. Auch ihr Herz wurde weit und froh und dankbar, als sie merkten, dass der Herr lebt. Auch wir haben Grund, vertrauensvoll in die Welt zu blicken und auf die Menschen zuzugehen, weil Christus auch für uns der Lebendige ist, dem wir begegnen dürfen.

Sicher wie die Jünger

Die 40 Tage von der Auferstehung bis zur Himmelfahrt muss für die Jünger eine ganz besondere Zeit gewesen sein. Das älteste Zeugnis von der Auferstehung (1 Kor 15,3ff) spricht nicht vom leeren Grab, sondern davon, dass er den Jüngern erschienen ist.
Uns begegnet Christus nicht mehr so wie damals. Doch wir haben ebenso Grund, unser Leben auf ihn auszurichten, wie die Jünger damals.

Voller Erwartung wie die Jünger

Ab der Himmelfahrt war er für die Jünger immer noch der Auferstandene. Sie zogen sich nicht zurück, sondern ersehnten die versprochene Ankunft des Heiligen Geistes. Wie die Jünger versammeln wir uns im Gedächtnis an den Herrn.

Verkünden wie die Jünger

Mit der Sendung des Heiligen Geistes zeigte sich, dass die Jünger wie verwandelt waren: sie begannen mutig und mit Überzeugung zu verkündigen - durch Wort und Tat. Sie machten durch ihre gelebte Liebe einen unvergesslichen Eindruck auf die Leute. Jeder von uns hat Gottes Geist empfangen. Als Christen brauchen wir uns nicht verstecken. Wir dürfen reden von der guten Nachricht vom menschenfreundlichen Gott, denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund.

Gesendet wie die Jünger

Seit Anfang des Christentums trugen die Jünger ihren Glauben in die ganze Welt hinaus. Die „ganze Welt“ beginnt da, wo wir stehen. In der Familie, in der Pfarre, überall da, wo unser Lebensumfeld ist, sind wir eingeladen, von unserem Glauben zu sprechen, ihn glaubwürdig zu leben. Eine schöne Berufung!


P. Manfred Oßner MSC
3.4.2008

Heilsoffenbarung

 

Wer das helfende Wort in sich aufruft, erfährt das Wort.

Wer Halt gewährt, verstärkt sich in Halt.

Wer Trost spendet, vertieft sich in Trost.

Wer Heil wirkt, dem offenbart sich das Heil.

 

Martin Buber