Auf hundert Menschen...
-zweiundfünfzig ,
die alles besser wissen,
dem fast ganzen Rest
- ist jeder Schritt unsicher,
Hilfsbereite,
sofern es nicht zu lange dauert, gibt's
- sogar neunundvierzig,
immerzu Gütige,
weil sie's nicht anders können
- vier, vielleicht fünf,
die zu Bewunderung ohne Neid neigen
- achtzehn,
die durch die Jugend, die vergängliche,
Irregeführten
- plus minus sechzig,
die keine Scherze dulden
- vierundvierzig,
die ständig in Angst leben
vor jemand oder etwas
- siebenundsiebzig,
die Talent haben, glücklich zu sein
- etwas mehr als zwanzig, höchstens,
die einzeln harmlos sind
und in der Masse verwildern
- über die Hälfte, sicher,
Grausame,
von den Umständen dazu gezwungen
- sollte man lieber nicht wissen,
nicht einmal annähernd,
die nach dem Schaden schlau sind
- nicht viel mehr
als die, die vor dem Schaden schlau sind,
die sich vom Leben nur die Sache nehmen
- dreißig,
obwohl ich mich gern irren würde,
Geduckte, Leidgeprüfte,
ohne ein Lämpchen im Dunkel
- dreiundachtzig,
früher oder später,
Gerechte
- recht viel, denn fünfunddreißig
Falls diese Eigenschaft mit der Mühe des Verständnisses einhergeht
- drei,
des Mitleids Würdige
- neunundneunzig
Sterbliche
- Hundert auf Hundert.
Eine Zahl, die sich vorerst nicht ändert.
21.2.2008Wislawa Szymborska