Soeben erreicht uns die Nachricht, dass Eduardo Bonnin am 6.2.08 im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Das Requiem feiert Bischof Jesus Murgui am 12.2. im Dom von Palma de Mallorca.
Als ersten Nachruf bringen wir hier einen Auszug von der Homepage unserer Freunde von der CAD.
Eduardo Bonnín
seine Familie, seine Ausbildung, seine Umwelt
Eduardo Bonnín Aguilo: ein Name, der zur Geschichte der Cursillo-Bewegung gehört, einer der Laien, der sich völlig einbrachte von Beginn an und der immer noch aktiv ist auf Mallorca. Er wurde am 4. Mai 1917 geboren in eine Geschäftsfamilie, die Getreide und getrocknete Früchte exportierten. Seine Eltern stellten Lehrer an, um ihren Kindern einen Unterricht zu ermöglichen, der in Übereinstimmung mit der katholischen Kirche stand. Die Augustiner waren Eduardo's Lehrer, außerdem besuchte er das La Salle College in Palma.
Er wurde 1937 zum obligatorischen Militärdienst eingeschrieben, eine Erfahrung von großer Wichtigkeit in seinem Leben (bis 1946). Er wurde konfrontiert mit allen sozialen Schichten und der Realität der jungen Männer in dieser Zeit. Trotzdem kam er zu dem Schluß, daß die Menschen, mit denen er beim Militärdienst zusammen war, nicht einfach unchristlich und gegen die Religion eingestellt waren, sondern Werte bewahrten wie das Evangelium, Zurückweisung von Lügen und Heuchelei, Freude, Aufgeschlossenheit, Sinn für Freundschaft usw.
Der Architekt Jose Ferragut überzeugte Eduardo, am "2. Cursillo für Leiter von Pilgern" teilzunehmen, der in der Karwoche 1943 veranstaltet wurde.
Eduardo war 26.
Dieser Kurs dauerte 1 Woche und begann mit einer Einkehr in Stille.
Während der Woche hielt ein Priester (geistlicher Begleiter) 5 Vorträge, alle zum gleichen Thema: Gnade. Mit dieser Methode wollten sie die jungen Leute auf die "Gnade von Compostela" vorbereiten. Jeden Morgen führte er sie durch eine Betrachtung und spendete die Sakramente. Ein Laie (ironischerweise Rektor genannt, wie an einer Universität) war verantwortlich für das Programm zusammen mit einem Team (genannt Professoren) die Themen wie Frömmigkeit, Vertiefung, apostolische Tat und Rückgrat besprachen, und natürlich auch organisatorische Fragen zur Pilgerreise nach Santiago.
Abgesehen von der Stille zu Beginn waren die Gespräche wichtig, sich einander mitteilen war nicht nur erlaubt sondern der wichtigste Teil der Sitzungen. Volkstümliche und religiöse Lieder nahmen einen großen Raum ein in der Vorbereitung auf die Pilgerfahrt. Es wurden Gruppen von je 10 gebildet und jede Gruppe wählte einen Präsidenten und einen Sekretär. Am Abend wurde eine Zusammenfassung des Tages in Form einer Wandzeitung präsentiert.
Dieser Kurs berührte Eduardo sehr stark und war für ihn der Wendepunkt, nicht nur für ihn sondern auch für die Zukunft der Bewegung.
7.2.2008 16.30h
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